Raus aus der Überforderungsfalle

Raus aus der Überforderung

 

Rein in die Leichtigkeit als Mutter

 

Manchmal habe ich es einfach nur satt. Ich fühle mich wie die Dienerin in meiner kleinen Welt. Ich habe das Gefühl, ich bücke mich ständig. Hebe einen Legoklotz auf. Den nächsten. Und noch einen. Dann finde ich eine Reiswaffel, halb gegessen. Die Socken quer im Raum verteilt. Dort ein Auto. Drüben ein Dino. Kinderspielzeug überall.

Egal wohin mein Auge auch blickt, es herrscht das reinste Chaos. Gefühlt habe ich vor zwei Minuten erst alles aufgeräumt. Gestaubsaugt und den Boden frei gehabt von Spielzeug, Essensresten und Wäsche. Doch dieser Moment war nur kurz. Jetzt sieht es wieder aus, als wäre eine Bombe explodiert.

Ich werde wütend. Ärgere mich. Drehe mich im Kreis und lasse innerlich einen Schrei los. „Das kann doch nicht wahr sein!“, brülle ich. Und lasse eine Schimpftirade los. Gefolgt vom schlechten Gewissen.

Doch was war passiert? Wie konnte es dazu kommen?

Ausgepowert. Ganz einfach. Über die eigene Grenze gegangen. Meine Bedürfnisse nicht beachtet. Meinen Körper ignoriert. Und mich dann über Kleinigkeiten aufgeregt. Weil ich nicht mehr konnte. Und mir nicht mehr anders zu helfen wusste.

Geht es dir auch manchmal so?

Ein weitverbreitetes Phänomen unter Frauen und Müttern im Speziellen.

Alle anderen zuerst.

Unsere Vorstellung von Müttern und die Gedanken zu diesem Rollenbild in unserer Gesellschaft beinhalten neben selbstverständlichem Mutterglück leider auch die völlige Selbstaufgabe. Die Kinder haben Vorrang. Der Partner, die Schwiegermutter und die Nachbarin auch. Die Freundin, die Kollegin und der Hund ebenfalls. Wenn dann noch ein bisschen Zeit vom Tag übrigbleibt (was so gut wie nie der Fall ist), dann dürfen auch Mütter sich mal setzen. Mit schlechtem Gewissen: „Man muss ja noch was schaffen“.

Mütter haben nie Feierabend.

Sie arbeiten 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 356 Tage im Jahr. Ununterbrochen. Bis sie eine Krankheit befällt, die sie aber tapfer überspielen. Es muss ja schließlich einer die Kinder hüten.

Ständig dreht sich das Gedankenkarussell. Es wird organisiert, geplant, gekocht, geputzt, geräumt, gespielt, gesungen, getröstet und geweint. Eine schier unmenschliche Aufgabe.

Wie soll eine Person dies alles allein bewältigen?

In unseren Breitengraden und unserer heutigen Gesellschaft fehlt Familien und besonders Müttern die Unterstützung. Finanziell und sozial. Doch als wäre das noch nicht genug, setzen sie sich selbst noch besonders gegenseitig unter Druck. Wie kann es sein, dass Mütter sich lieber gegenseitig überbieten wollen und zeigen müssen, wie weit ihre Kinder schon entwickelt sind als sich zu verbünden und gegenseitig unterstützen? Die ungeschönte Wahrheit zeigen. Dass es eben nicht möglich ist, die Wohnung oder das Haus immer blitzblank und hygienisch einwandfrei sauber zu halten. Dass es nicht geht, immer Bio und natürlich frisch zu kochen. Das nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

Nein. Es gibt sie nicht, die perfekte Familie. Und auch nicht die perfekte Frau und Mutter.

Es ist schier unmöglich.

Warum aber halten wir dann an dem Unmöglichen fest?

Warum laufen wir auf dem Zahnfleisch und wahren nach außen hin den Schein?

Wir wollen dazu gehören. Teil der Gesellschaft sein. Anerkennung erhalten. Wertschätzung erfahren.

Diese Spannung zwischen Autonomie und Zugehörigkeit begleitet uns ein Leben lang. Schon als Kinder spüren wir den Drang, die Welt mit unseren eignen Augen erfassen und erfahren zu wollen. Eigene Entscheidungen zu treffen. Eigene Fehler machen zu dürfen. Doch wir werden geprägt von Regeln und Normen. Alles im Namen von Erziehung.

Doch Kinder sind abhängig, sie können sich nicht selbst versorgen. Sie sind auf uns angewiesen. Also beugen sie sich unseren Vorgaben. Unterwerfen sich. Weil sie dazu gehören wollen und uns brauchen. Dort also beginnt schon der Teufelskreis zwischen eigener Wahrnehmung und Außensteuerung.

Ich höre schon den Einwurf: „Aber wir leben doch in einer Gesellschaft. Wir brauchen Regeln.“ Sicherlich brauchen wir das.

Doch die Frage, die wir uns stellen sollten, ist doch – zu welchem Preis? Und in welchem Ausmaß? Muss ich meinem Kind zuhause etwas verbieten, das mir persönlich völlig schnuppe ist, nur weil ‚man‘ es so macht? Muss mein Kind die Hand geben, wenn es das partout nicht möchte? Muss mein Kind zur Frühförderung, damit es den Erziehern nicht mehr zur Last fällt und lernt, sich ‚normal‘ zu verhalten?

All diese Entscheidungen haben einen Einfluss darauf, welches Selbstbild wir bekommen. Wie wir aufwachsen. Wie du und ich uns als Frauen sehen. Als Mütter. Als Partnerinnen. Als Töchter.

Wenn es mir vorgelebt wurde und ich immer gelernt habe, dass Frauen kochen und den ganzen Haushalt schmeißen, dann werde ich das selbst in den allermeisten Fällen dies auch so tun. Auch wenn ich es vielleicht gar nicht will. Wenn ich gelernt habe, Kindererziehung sei anstrengend, dann wird es das auch sein. Selbsterfüllende Prophezeiungen. Diese Erfahrungen sind alle unterbewusst gespeichert und prägen uns.

Doch was soll ich nun tun?

Jammern? Den Kopf in den Sand stecken? Glauben, dass ich alles allein lösen muss? Im außen nach Anerkennung für meine Leistung betteln?

Nein.

Es steckt in dir.

Du hast die Wahl.

Immer.

Du hast die Wahl, dich zu entscheiden. Wie du dich selbst siehst. Welchen Weg du gehen möchtest.

Was ist dein Selbstbild?

Ich persönlich habe lange geglaubt, dass ich für alles verantwortlich bin. Und sein wir mal ehrlich, seit mein Großer geboren ist, habe ich alles an mich gerissen. Angefangen von der Essenszubereitung über die Schlafbegleitung bis hin zu den Aktivitäten am Wochenende. Natürlich war ich zu Beginn viel allein. Und ja, mein Sohn und ich wurden ein eingespieltes Team. Das konnte der Papa gar nicht verhindern, wenn er tagsüber arbeiten war. Doch ich glaubte auch lange genug, dass ich es sowieso besser weiß. Ich kenne doch schließlich unseren Sohn besser. Ich weiß, was er braucht.

Ich glaube, dass wir Frauen es unseren Männern auch manchmal schwer machen.

Kannst du loslassen und deinen Mann das Bad so putzen lassen, wie er es für richtig hält? Oder gibst du ihm genaue Anweisungen, wie er es zu tun hat? Kannst du deinen Mann einkaufen lassen oder hast du ihm den Einkaufszettel schon vorgeschrieben, weil du ‚weißt‘, dass er sowieso die Hälfte vergisst? Kannst du deinen Mann die Wochenendplanung überlassen oder weißt du schon ganz genau, was ihr tun wollt? Kannst du deinen Mann die Spülmaschine so einräumen lassen, wie er es für richtig hältst oder räumst du sie dann sowieso nochmal um?

Ich nicht. Ich ertappe mich oftmals dabei, vieles im Kopf schon genau geplant zu haben. Und 100 Lösungsmöglichkeiten, wenn irgendwas nicht passt. Das Loslassen fällt mir schwer.

Und dann kommen die Vorwürfe. „Du hilfst mir nicht. Immer muss ich alles allein machen. Nicht mal den Müll bringst du heraus.“ Und so weiter.

Dabei möchte ich doch einfach nur mal hören: „Danke Schatz. Ich sehe, was du heute alles geschafft hast.“ Eine Art von Anerkennung. Wertschätzung für meine Arbeit. Ob ich nun zuhause bin und die Kinder allein versorge oder berufstätig bin und den Laden dazu noch schmeiße. Völlig egal. Jede Frau und Mutter hat es verdient, eine Wertschätzung zu bekommen.

Doch ist es vielleicht auch möglich, mir selbst Wertschätzung zu geben? Und mich dazu noch zu hinterfragen, ob ich denn auch bereit bin, bestimmte Gewohnheiten loszulassen? Und lieber die Zeit zu nutzen, die entstehen kann? Für mich ganz allein? Den Partner oder die Kinder die Spülmaschine einräumen zu lassen. Den Boden zu fegen. Ganz egal. Und nicht dabei zu denken: „Jetzt muss ich es ja doch noch einmal alles selbst machen.“

Dann brauch ich mich auch nicht beschweren.

Was also tun?

Bei dir anfangen.

Du bist der Schlüssel.

Immer.

Wenn du dich entscheidest, von deinen Gewohnheiten, deinen bisherigen Erwartungen und deinem Selbstbild Abschied zu nehmen, brauchst du keine Anerkennung und Wertschätzung mehr im Außen. Dann kannst du es dir selbst geben. Weil du selbst weißt, wie wertvoll du bist und was du Großartiges leistest. Und weil du für dich einstehen kannst. Du wirst loslassen und abgeben können und dadurch Freiheit für dich gewinnen. Du wirst Dinge einfordern, weil du selbst klar bist. Du wirst delegieren, aber nicht herrschen.

DU hast die Wahl.

Welche Entscheidung triffst du?

Was denkst du momentan über dich und deine Rolle als Frau? Als Mutter? Als Partnerin? Wie sind deine Gedanken und welche Erwartungen hast du? Hinterlasse mir gern einen Kommentar.

Alles Liebe

Claudia

Raus aus der Überforderungsfalle

 

Rein in die Leichtigkeit als Mutter

 

Manchmal habe ich es einfach nur satt. Ich fühle mich wie die Dienerin in meiner kleinen Welt. Ich habe das Gefühl, ich bücke mich ständig. Hebe einen Legoklotz auf. Den nächsten. Und noch einen. Dann finde ich eine Reiswaffel, halb gegessen. Die Socken quer im Raum verteilt. Dort ein Auto. Drüben ein Dino. Kinderspielzeug überall.

Egal wohin mein Auge auch blickt, es herrscht das reinste Chaos. Gefühlt habe ich vor zwei Minuten erst alles aufgeräumt. Gestaubsaugt und den Boden frei gehabt von Spielzeug, Essensresten und Wäsche. Doch dieser Moment war nur kurz. Jetzt sieht es wieder aus, als wäre eine Bombe explodiert.

Ich werde wütend. Ärgere mich. Drehe mich im Kreis und lasse innerlich einen Schrei los. „Das kann doch nicht wahr sein!“, brülle ich. Und lasse eine Schimpftirade los. Gefolgt vom schlechten Gewissen.

Doch was war passiert? Wie konnte es dazu kommen?

Ausgepowert. Ganz einfach. Über die eigene Grenze gegangen. Meine Bedürfnisse nicht beachtet. Meinen Körper ignoriert. Und mich dann über Kleinigkeiten aufgeregt. Weil ich nicht mehr konnte. Und mir nicht mehr anders zu helfen wusste.

Geht es dir auch manchmal so?

Ein weitverbreitetes Phänomen unter Frauen und Müttern im Speziellen.

Alle anderen zuerst.

Unsere Vorstellung von Müttern und die Gedanken zu diesem Rollenbild in unserer Gesellschaft beinhalten neben selbstverständlichem Mutterglück leider auch die völlige Selbstaufgabe. Die Kinder haben Vorrang. Der Partner, die Schwiegermutter und die Nachbarin auch. Die Freundin, die Kollegin und der Hund ebenfalls. Wenn dann noch ein bisschen Zeit vom Tag übrigbleibt (was so gut wie nie der Fall ist), dann dürfen auch Mütter sich mal setzen. Mit schlechtem Gewissen: „Man muss ja noch was schaffen“.

Mütter haben nie Feierabend.

Sie arbeiten 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 356 Tage im Jahr. Ununterbrochen. Bis sie eine Krankheit befällt, die sie aber tapfer überspielen. Es muss ja schließlich einer die Kinder hüten.

Ständig dreht sich das Gedankenkarussell. Es wird organisiert, geplant, gekocht, geputzt, geräumt, gespielt, gesungen, getröstet und geweint. Eine schier unmenschliche Aufgabe.

Wie soll eine Person dies alles allein bewältigen?

In unseren Breitengraden und unserer heutigen Gesellschaft fehlt Familien und besonders Müttern die Unterstützung. Finanziell und sozial. Doch als wäre das noch nicht genug, setzen sie sich selbst noch besonders gegenseitig unter Druck. Wie kann es sein, dass Mütter sich lieber gegenseitig überbieten wollen und zeigen müssen, wie weit ihre Kinder schon entwickelt sind als sich zu verbünden und gegenseitig unterstützen? Die ungeschönte Wahrheit zeigen. Dass es eben nicht möglich ist, die Wohnung oder das Haus immer blitzblank und hygienisch einwandfrei sauber zu halten. Dass es nicht geht, immer Bio und natürlich frisch zu kochen. Das nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

Nein. Es gibt sie nicht, die perfekte Familie. Und auch nicht die perfekte Frau und Mutter.

Es ist schier unmöglich.

Warum aber halten wir dann an dem Unmöglichen fest?

Warum laufen wir auf dem Zahnfleisch und wahren nach außen hin den Schein?

Wir wollen dazu gehören. Teil der Gesellschaft sein. Anerkennung erhalten. Wertschätzung erfahren.

Diese Spannung zwischen Autonomie und Zugehörigkeit begleitet uns ein Leben lang. Schon als Kinder spüren wir den Drang, die Welt mit unseren eignen Augen erfassen und erfahren zu wollen. Eigene Entscheidungen zu treffen. Eigene Fehler machen zu dürfen. Doch wir werden geprägt von Regeln und Normen. Alles im Namen von Erziehung.

Doch Kinder sind abhängig, sie können sich nicht selbst versorgen. Sie sind auf uns angewiesen. Also beugen sie sich unseren Vorgaben. Unterwerfen sich. Weil sie dazu gehören wollen und uns brauchen. Dort also beginnt schon der Teufelskreis zwischen eigener Wahrnehmung und Außensteuerung.

Ich höre schon den Einwurf: „Aber wir leben doch in einer Gesellschaft. Wir brauchen Regeln.“ Sicherlich brauchen wir das.

Doch die Frage, die wir uns stellen sollten, ist doch – zu welchem Preis? Und in welchem Ausmaß? Muss ich meinem Kind zuhause etwas verbieten, das mir persönlich völlig schnuppe ist, nur weil ‚man‘ es so macht? Muss mein Kind die Hand geben, wenn es das partout nicht möchte? Muss mein Kind zur Frühförderung, damit es den Erziehern nicht mehr zur Last fällt und lernt, sich ‚normal‘ zu verhalten?

All diese Entscheidungen haben einen Einfluss darauf, welches Selbstbild wir bekommen. Wie wir aufwachsen. Wie du und ich uns als Frauen sehen. Als Mütter. Als Partnerinnen. Als Töchter.

Wenn es mir vorgelebt wurde und ich immer gelernt habe, dass Frauen kochen und den ganzen Haushalt schmeißen, dann werde ich das selbst in den allermeisten Fällen dies auch so tun. Auch wenn ich es vielleicht gar nicht will. Wenn ich gelernt habe, Kindererziehung sei anstrengend, dann wird es das auch sein. Selbsterfüllende Prophezeiungen. Diese Erfahrungen sind alle unterbewusst gespeichert und prägen uns.

Doch was soll ich nun tun?

Jammern? Den Kopf in den Sand stecken? Glauben, dass ich alles allein lösen muss? Im außen nach Anerkennung für meine Leistung betteln?

Nein.

Es steckt in dir.

Du hast die Wahl.

Immer.

Du hast die Wahl, dich zu entscheiden. Wie du dich selbst siehst. Welchen Weg du gehen möchtest.

Was ist dein Selbstbild?

Ich persönlich habe lange geglaubt, dass ich für alles verantwortlich bin. Und sein wir mal ehrlich, seit mein Großer geboren ist, habe ich alles an mich gerissen. Angefangen von der Essenszubereitung über die Schlafbegleitung bis hin zu den Aktivitäten am Wochenende. Natürlich war ich zu Beginn viel allein. Und ja, mein Sohn und ich wurden ein eingespieltes Team. Das konnte der Papa gar nicht verhindern, wenn er tagsüber arbeiten war. Doch ich glaubte auch lange genug, dass ich es sowieso besser weiß. Ich kenne doch schließlich unseren Sohn besser. Ich weiß, was er braucht.

Ich glaube, dass wir Frauen es unseren Männern auch manchmal schwer machen.

Kannst du loslassen und deinen Mann das Bad so putzen lassen, wie er es für richtig hält? Oder gibst du ihm genaue Anweisungen, wie er es zu tun hat? Kannst du deinen Mann einkaufen lassen oder hast du ihm den Einkaufszettel schon vorgeschrieben, weil du ‚weißt‘, dass er sowieso die Hälfte vergisst? Kannst du deinen Mann die Wochenendplanung überlassen oder weißt du schon ganz genau, was ihr tun wollt? Kannst du deinen Mann die Spülmaschine so einräumen lassen, wie er es für richtig hältst oder räumst du sie dann sowieso nochmal um?

Ich nicht. Ich ertappe mich oftmals dabei, vieles im Kopf schon genau geplant zu haben. Und 100 Lösungsmöglichkeiten, wenn irgendwas nicht passt. Das Loslassen fällt mir schwer.

Und dann kommen die Vorwürfe. „Du hilfst mir nicht. Immer muss ich alles allein machen. Nicht mal den Müll bringst du heraus.“ Und so weiter.

Dabei möchte ich doch einfach nur mal hören: „Danke Schatz. Ich sehe, was du heute alles geschafft hast.“ Eine Art von Anerkennung. Wertschätzung für meine Arbeit. Ob ich nun zuhause bin und die Kinder allein versorge oder berufstätig bin und den Laden dazu noch schmeiße. Völlig egal. Jede Frau und Mutter hat es verdient, eine Wertschätzung zu bekommen.

Doch ist es vielleicht auch möglich, mir selbst Wertschätzung zu geben? Und mich dazu noch zu hinterfragen, ob ich denn auch bereit bin, bestimmte Gewohnheiten loszulassen? Und lieber die Zeit zu nutzen, die entstehen kann? Für mich ganz allein? Den Partner oder die Kinder die Spülmaschine einräumen zu lassen. Den Boden zu fegen. Ganz egal. Und nicht dabei zu denken: „Jetzt muss ich es ja doch noch einmal alles selbst machen.“

Dann brauch ich mich auch nicht beschweren.

Was also tun?

Bei dir anfangen.

Du bist der Schlüssel.

Immer.

Wenn du dich entscheidest, von deinen Gewohnheiten, deinen bisherigen Erwartungen und deinem Selbstbild Abschied zu nehmen, brauchst du keine Anerkennung und Wertschätzung mehr im Außen. Dann kannst du es dir selbst geben. Weil du selbst weißt, wie wertvoll du bist und was du Großartiges leistest. Und weil du für dich einstehen kannst. Du wirst loslassen und abgeben können und dadurch Freiheit für dich gewinnen. Du wirst Dinge einfordern, weil du selbst klar bist. Du wirst delegieren, aber nicht herrschen.

DU hast die Wahl.

Welche Entscheidung triffst du?

Was denkst du momentan über dich und deine Rolle als Frau? Als Mutter? Als Partnerin? Wie sind deine Gedanken und welche Erwartungen hast du? Hinterlasse mir gern einen Kommentar.

Alles Liebe

Claudia

Entdecke 7 Wege, wie du deine negativen Glaubenssätze als Mutter erfolgreich verändern kannst

Kennst du deine Glaubenssätze?

Du kennst das bestimmt – egal ob beim Babytreff, beim Abholen aus dem Kindergarten, beim Kinderturnen oder auf dem Spielplatz – Aussagen wie: „Ich muss alles alleine machen“, „Keiner hört mir zu“, „Nie habe ich meine Ruhe“, „Mein Kind macht nicht was es soll“, „Mein Kind treibt mich zu Weißglut“, „Es ist so anstrengend“. Mütter stehen unter einem enormen Druck. Sie wollen alles perfekt machen und geraten dadurch in einen Teufelskreis aus dem sie alleine nicht herauskommen.

Wenn ich an die Mütter in meinem Umfeld und an mich selber denke, höre ich oft all diese negativen Aussagen und weniger „Es ist leicht“, „Ich genieße jede Minute“ oder „Ich habe mich heute eine halbe Stunde einfach in die Sonne gelegt“. Es scheint als wäre das Leben mit Kindern eine Qual und keine Bereicherung.

Aber warum ist das so? Hinter all diesen Aussagen stecken Glaubenssätze, die uns seit unserer Kindheit prägen. Und um die Auflösung dieser soll es in diesem Artikel gehen.

negative Glaubenssätze lassen uns zweifeln und traurig sitzen
Zweifel prägen uns in unseren Entscheidungen

Inhalt:

  1. Was sind Glaubenssätze?
  2. Warum haben wir Glaubenssätze?
  3. Typische Glaubenssätze von Müttern
  4. Wie du deine negativen Glaubenssätze auflöst
    1. The Work
    2. Gefühle drehen
    3. Strichmännchen Methode nach Jaques Martel
    4. Binaurale Beats
    5. Kreatives Tun
    6. Anker setzen
    7. Affirmationen in den Körper bringen
  5. Was wäre, wenn dein Mutter sein leicht ginge?

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze. Jeder Mensch hat sie. Positive wie negative. Glaubenssätze beeinflussen unsere Handlungen und unser Tun. Es sind Überzeugungen, Vorstellungen, Grenzen, Erwartungen, Muster und Verallgemeinerungen. Darüber, wie du und ich das Leben sehen. Was wir über uns selbst, über andere, über Situationen denken. Sie begleiten uns ein Leben lang.

Unbewusst suchen wir immer wieder die Bestätigung, dass unsere Glaubenssätze wahr sind. Dadurch verankern sie sich in unserem Unterbewusstsein und wirken in unseren Entscheidungen, in unseren Gefühlen, in unseren Handlungen. Positive Glaubenssätze können uns antreiben, nach vorne bringen, in die Fülle und Leichtigkeit bringen, uns inspirieren. Negative Glaubenssätze hingegen bremsen uns aus, halten uns klein und begrenzen uns. Sie lähmen und nehmen uns den Mut, Neues zu entdecken und zu probieren.

Typische Anzeichen für negative Glaubenssätze sind Signalwörter wie: Nie, Immer, Jeder. Du findest sie in Verallgemeinerungen, Redewendungen, Sprüchen oder Aussagen wie: Ich kann nicht…

Das interessante an Glaubenssätzen: Wir finden immer eine Bestätigung dafür, wenn wir sie brauchen. So wie eine selbsterfüllende Prophezeiung. Wenn du glaubst, dass dein Kind anstrengend und wild ist, dann wird es auch so sein. Wenn du glaubst, dass du keine Zeit hast, dann wird es auch so sein. Wenn du glaubst, dass es dir schlecht geht, dann wird es auch so sein.

Ob du denkst du kannst, oder du kannst nicht, in beiden Fällen wirst du Recht behalten – Henry Ford.

Oder du fängst an, es zu verändern. Und lässt dich von negativen Gedanken nicht mehr sabotieren.

Wo kommen Glaubenssätze her?

Um das besser verstehen zu können, nutzen viele ein sehr prägnantes Bild. Vielleicht hast du davon schon einmal gehört? Wir Menschen sind wie ein Eisberg. Der Teil an der Oberfläche über dem Wasser sind unsere bewussten Gedanken. Unser präfrontale Cortex, in dem wir bewusste Entscheidungen treffen. Der größte Teil des Eisberges befindet sich jedoch unterhalb des Wassers, unser Unterbewusstsein. Dort sind all unsere Erfahrungen, die wir in unserem Leben gesammelt haben, gespeichert.

Über 90% unseres Verhaltens geschieht unterbewusst.

Die Spitze des Eisberges ist zu sehen und zeigt  nur die bewussten Gedanken als Oberfläche
Deine bewussten Gedanken sind nur die Oberfläche

Den Großteil des Tages „funktionieren“ wir im Autopilot. Wir stehen auf, wecken die Kinder, bringen sie in den Kindergarten, fahren zur Arbeit, erledigen den Haushalt, kaufen ein usw. Wir spulen ein Programm ab, welches wir gelernt haben. Eine Automatisierung bildet sich immer dann heraus, wenn wir genügend Erfahrungen und Erlebnisse gesammelt haben. Wir müssen nicht überlegen, wie wir unsere Schuhe anziehen müssen, wie eine Hose zu schließen ist, oder wie der Schlüssel ins Schlüsselloch gehört, und ähnliches. Deshalb nehmen wir Glaubenssätze im Alltag kaum wahr.

Wir werden uns dessen oftmals erst durch Erkrankungen, die uns in unserer üblichen Tätigkeit einschränken, bewusst. Oder wir haben Kinder. Kinder haben die Fähigkeit, bestimmt Schmerzpunkte in uns zum Vorschein zu bringen, die wir tief vergraben haben. Sie tun dies nicht absichtlich. Und sie sind definitiv auch nicht die Ursache für unseren Schmerz. Sie sind einzig und allein der Auslöser durch ihr Handeln.

Kinder sind also ein wahnsinnig großes Geschenk für diejenige, die bereit ist, es zu öffnen. Denn durch diesen Trigger haben wir die Chance alte Glaubenssätze von uns aufzuarbeiten und ein freies und glücklicheres Leben führen zu können.

Welche Glaubenssätze hindern dich?

Typische Glaubenssätze als Mutter

Es gibt unheimlich viele Glaubenssätze, die sich in unserem Leben tummeln. Als Mutter kennst du vielleicht einige von diesen:

  • Ich muss alles alleine machen
  • Alles was ich mache, ist falsch
  • Kindererziehung ist anstrengend
  • Nie habe ich Zeit für mich
  • Die anderen schaffen doch auch immer alles
  • Ich bin nicht gut genug
  • Immer muss ich alles hinterher räumen
  • Niemand hört mir zu
  • Ich muss stark sein
  • Mein Kind muss alleine schlafen lernen
  • Ich kann nicht Nein sagen
  • Mit Kindern ist das Leben ein Chaos
  • Ich bin unwichtig
Negativer Glaubenssatz: Ich bin nicht gut genug
Negativer Glaubenssatz: Ich bin nicht gut genug
© 2019 Claudia Padberg

Wenn du bei einigen dieser Sätze gedacht hast: „Ja, das hab ich schon gedacht.“, lass dir sagen, damit bist du nicht allein. Ich habe sie schon oft genug gedacht.

Dennoch sind all diese Gedanken nicht hilfreich. Sie bringen dich und mich in eine Opferhaltung. Dadurch geben wir automatisch die Kontrolle über unser Leben ab. Nur weil wir etwas für wahr halten, muss es keinesfalls auch stimmen. Es ist nur deine und meine Realität, die wir uns selbst schaffen.

Und wenn wir es schaffen, diese für uns zum positiven zu verändern und mehr Leichtigkeit in unser Leben hineinlassen, dann ist vieles möglich. Wenn wir das erkennen, können wir Kinder gut begleiten. So bedürfnisorientiert wie es für uns geht. Darüber hinaus erschaffen wir damit auch die Glaubenssätze unserer Kinder.

Du kannst dich dabei fragen: Welche Ziele hast du für dein Kind? Was ist dein Traum? Was wünscht du dir, welche Glaubenssätze dein Kind in sein Leben mit nimmt? Ich bin nicht gut genug oder ich bin gut so wie ich bin? Je klarer du dir über deine Glaubenssätze bist und diese auch veränderst, desto kleiner wird der Rucksack deines Kindes sein, den es später einmal tragen wird.

Doch stellen wir uns dazu folgende Frage:

Wie kannst du Glaubenssätze verändern?

Das Wichtige zuerst: Es geht nicht von heute auf morgen. Besonders die tief versteckten brauchen Zeit. Es kann Schmerzen in dir auslösen, Veränderungen in dir hervorbringen, Zweifel und Ängste provozieren. Fragen und Widerstände lassen dich vielleicht innehalten, ob du es wirklich verändern willst. Alles ganz normal.

Doch lass dich davon nicht aufhalten. Fang so an wie es für dich richtig ist.

Wenn du im Internet suchst, wirst du oftmals folgende Anleitung zur Auflösung finden: Erkenne deine negativen Glaubenssätze, verändere sie und dann denke positiv.

So einfach das klingt, so schnell geht es nicht. Es bedarf mehr Zeit und Tiefe. Ich stelle dir hier ein paar Möglichkeiten vor und du schaust, womit du anfangen kannst und möchtest. Es gibt nicht den EINEN Weg. Vielleicht magst du alleine starten. Vielleicht magst du dir Unterstütztung holen. Alles ist ok, wenn es sich für dich gut anfühlt.

Der erste Schritt bleibt jedoch sicherlich immer: Erkenne deine hinderlichen Glaubenssätze und notiere sie dir. Schreibe dir hierfür auf einen Zettel alle Gedanken auf, die dir kommen. Wie siehst du dich als Frau, Mutter, Partnerin, Tochter, Berufstätige, Freundin?

Wie geht es in die Tiefe?

Ich möchte dir die folgenden Möglichkeiten im Einzelnen kurz erläutern:

  1. The Work nach Byron Katie
  2. Emotionen verändern
  3. Strichmännchen Technik
  4. Binaurale Beats
  5. Anker setzen
  6. Kreative Arbeit
  7. Affirmationen körperlich spüren

1 .The Work nach Byron Katie

Die Amerikanerin Byron Katie entwickelte nach eigenen schweren psychischen Problemen die folgende Technik und gründete „The Work“. Bestandteil dieser Arbeit ist, die eigenen stressvollen Gedanken zu identifizieren und danach mittles vier Fragen genau zu untersuchen:

Beispiel: Ich mache alles falsch.

  1. Ist das wahr?
  2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  3. Wie reagierst du ( was passiert dir) wenn du diesen Gedanken glaubst? (hierbei werden auch die körperlichen Reaktionen beobachtet)
  4. Wer wärst du ohne den Gedanken?

Danach erfolgt die Umkehrung deiner Aussagen. Damit kannst du das Gegenteil von dem erfahren, was du für wahr hältst. Es gibt immer mehrere Umkehrungen.

Dies ist nur eine sehr grobe Zusammenfassung der wirklichen Arbeit. Es gibt viele Seiten, die ‚The Work‘ ausführlich behandeln. Wenn du mehr zu dem Thema The Work als Mutter lesen möchtest, kann ich dir einen Artikel von Andrea von Herzenglückskind empfehlen.

2. Emotionen verändern

Emotionen lassen sich verändern
Erkenne deine Gefühle und verändere sie

Diese Technik funktioniert am besten mittels geführter Meditation. Hierbei benötigst du Ruhe und Zeit.

Es geht in dieser Meditation darum, die Emotion zu einem Glaubenssatz in deinem Körper zu spüren. Wichtig ist dabei die erste gefühlte Reaktion im Körper. Dieses Gefühl kann überall sitzen – im Bauch, im Nacken, in der Brust. Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch.

Wenn du dich darauf einlässt, kannst du wahrnehmen, wo die Emotion sitzt, wie sie sich anfühlt, welche Drehrichtung sie hat und auch welche Farbe sie umgibt. Nachdem du sie noch einmal deutlich wahrgenommen hast, geht es dann darum die Drehrichtung zu verändern und sie neu „einzusetzen“. Dafür gibt es professionelle Menschen, die dich dabei unterstützen können. Wenn du mehr dazu wissen willst, klicke hier.

3. Strichmännchen Technik nach Jaques Martel

Der Franzose Jaques Martel hat diese Technik entwickelt, um energetische Verbindungen zu Situationen, anderen Menschen oder sich selbst aufzulösen. In seinem Buch „Die Strichmännchen Technik“ erläutert er dies ausführlich.

Ich stelle dir sie jetzt in kurzen Worten vor. Du benötigst ein Blatt, einen Stift und eine Schere. Nimm dir das Blatt zur Hand und zeichne zwei Strichmännchen. Das rechte Männchen bekommt deinen Namen und einen von dir gewählten negativen Glaubenssatz. Dann veränder diesen Glaubenssatz ins positive und setze ihn unter das linke Männchen, ebenfalls mit deinem Namen.

Dann umkreist du jedes Strichmännchen für sich und sagst: „Ich wünsche mir für mich nur das Beste, auch wenn ich noch nicht weiß, was das ist.“ Verbinde dann beide Männchen an den sieben Chakren miteinander. Nachdem du dieses getan hast, zeichnest du einen Kreis um beide Männchen und wiederholst den Satz von vorher. Wenn du bereit bist, schneidest du das Blatt dann zwischen den Männchen durch und wirfst den negativen Glaubenssatz weg.

Strichmännchen Technik zur Auflösung von Glaubenssätzen
Strichmännchen Technik zur Auflösung von Glaubenssätzen
© 2019 Claudia Padberg

Das war es einmal im Schnelldurchlauf. Wenn du mehr dazu wissen willst, komm in meine Gruppe und ich zeige es dir dort an einem Beispiel. Oder du informierst dich bei Youtube.

4. Binaurale Beats

Was sind binaurale Beats? Binaural bedeutet soviel wie „zwei Ohren haben“. Heinrich Wilhelm Dove wieß 1837 nach, dass das Hören eines Tones mit einer Frequenz von 400 Hz auf dem linken Ohr und einer Frequenz von 410 Hz auf dem rechten Ohr einen imaginären Ton von 10 Hz in unserem Gehirn kreiert und das Gehirn sich mit der Zeit auf die 10 Hz einpendelt.

Dadurch lassen sich verschiedene Trance ähnliche Zustände herstellen und einen Weg in das Unterbewusstsein finden. Theta-Gehirnwellen (3-8 Hz) entstehen unter anderem durch tiefe Meditation, bei der du meist das Zeitgefühl verlierst.

Ähnliche Wirkung haben Alpha-Gehirnwellen (8-12 Hz). Der Alpha-Zustand wird als Brücke oder Verbindung zwischen dem bewussten Geist und dem Unterbewusstsein gesehen. Sie entstehen meist dann, wenn du deinen Gedanken freien Lauf lässt oder dich auf wenige Dinge konzentrierst. Dazu zählt ebenfalls meditieren oder auch routinemäßige Tätigkeiten wie Garten- oder Hausarbeit. Ich hab es schon manches Mal beim Unkraut zupfen als wohltuend empfunden, nicht denken zu müssen.

Wie funktionieren jetzt binaurale Beats für dich und die Veränderung deiner Glaubenssätze? Mittels Kopfhörer (und nur so) werden diese Gehirnwellen erzeugt und können dich in oben beschriebene Zustände bringen. Hinterlegte positive Glaubenssätze können somit dein Unterbewusstsein erreichen und die Strukur dort verändern. Der Vorteil hierbei: Du kannst sie während des Schlafens anhören und über einen längeren Zeitraum verankern.

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, kannst du bei dm-harmonics mehr dazu erfahren. Hier der Link dorthin (ich will damit keine Werbung machen, nur informieren).

5. Kreatives Tun

Mein persönliches Lieblingsthema: Kreatives Tun. Denn auch beim Malen, Zeichnen, Töpfern, Sägen, Basteln usw. kannst du in eine Art von Meditation oder Trance kommen. Je nachdem was für ein Typ du bist.

Während des Malens kommen auch die Dinge zu Tage, die unter deinen Gedanken versteckt sind und du kannst manchmal überrascht sein, was sich im Tun und im Prozess zeigt.

Und falls du jetzt denkst: „Ich kann nicht zeichnen oder malen.“, kann ich nur sagen: Auch das ist nur ein Glaubenssatz. Die Beurteilung dessen was entsteht, liegt allein in deiner Hand.

Nimm dir Zeit – wenn du kannst, abends oder ein bis zwei Stunden in denen deine Kinder gut betreut sind von Oma oder deinem Partner. Mach es dir gemütlich, trink einen Tee, nimm dir Schokolade und mache dir schöne Musik an. Schau dir deine vorher notierten negativen Glaubenssätze an und versuche sie dir auf einem Bild zu skizzieren. Was verbindest du damit? Frage dich nachher und währenddessen: “ Ist das was ich sehe, wahr? Was fühle ich dabei?“

Und dann lass deine Gedanken fließen.

Versuch danach, das was du gemalt hast, ins positive umzukehren. Unterstreich es mit bunten Farben und mal es größer. Dann schau dir ein letztes Mal beide Bilder an. Danach wirf deine negativen Glaubenssätze weg. Häng dir die positiven Glaubenssätze an deinen persönlichen Energieort, sodass du sie täglich sehen kannst. Dein Unterbewusstsein wird sie auch dann registieren, wenn du nicht bewusst hin siehst.

Hier ein Beispiel von mir:

Positiver Glaubenssatz: Ich liebe und werde geliebt
© 2019 Claudia Padberg

6. Anker setzen

Eine weitere Möglichkeit deine Glaubenssätze zu lösen, besteht darin, sie neu zu verankern. Nachdem du deine negativen Glaubenssätze erkannt und dir notiert hast, kannst du dir einen heraussuchen, mit dem du arbeiten willst. Ich nehme als Beispiel jetzt den ‚inneren Kritiker‘, der dir sagt: „Das kannst du nicht.“ Auch hierfür benötigst du Ruhe und Zeit für dich.

Im Rahmen einer Meditation, die am besten professionell geführt ist, kannst du dir diesen Satz vor dein inneres Augen holen und dir vorstellen, wie dein innerer Kritiker ihn zu dir sagt. Dann stellst du dir vor, er spräche zum Beispiel mit der Stimme von Donald Duck oder Goofy und schon fühlt er sich nicht mehr so mächtig an. Dann packst du dir diesen Satz, auf lustige Art und Weise gesprochen, einfach in deinen rechten großen Zeh und verankerst ihn dort. So kannst du dich selbst immer wieder daran erinnern.

Oder du suchst dir die Stimme von Alexa oder Siri aus und packst ihn dann in deinen Küchenschrank in eine Tasse. Oder du wählst die sexy Stimme von Georg Cloony oder Vin Diesel und verankerst den Satz in einen Baum in deinem Garten. Egal wie, du kannst deinem Kritiker die Schärfe nehmen.

Wiederholungen können helfen, die Verankerungen zu verstärken.

7. Affirmationen körperlich erleben

Nachdem du viele Möglichkeiten gesehen hast, den Blick auf deine Glaubenssätze zu verändern, ist der wichtige Schritt ihn zu deiner Gewohnheit zu machen. Die Veränderung passiert nicht von heute auf morgen, sondern Stück für Stück.

Nimm deine positiven Sätze mit Diktiergerät mit deinem Smartphone auf, geh tanzen, joggen, spazieren, auf den Spielplatz. Beweg dich und höre dir dabei deine positiven Affirmationen an. Mindestens 21 Tage – jeden Tag. Noch besser ist es, wenn es gegen deine bisherigen Gewohnheiten geht und dich aus deiner Komfortzone heraus bringt. Zum Beispiel früher aufstehen und dich bewegen.

Integriere es in deinen Alltag. Nur dann hat es Erfolg.

Dies sind meine 7 Wege zur Auflösung von negativen Glaubenssätzen. Vielleicht war einer für dich dabei? Wenn nicht..

… es gibt noch viel mehr Methoden:

  • Singen
  • Systemische Arbeit durch erfahrene Therapeuten
  • NLP Swish Pattern – Visualisierung von zwei Vorstellungen, bei dem das positive das negative überlagert.
  • Dankbarkeitstagebuch führen und dadurch einen veränderten Blick auf die gesamte Situation
  • Die Arbeit mit deinem inneren Kind
  • BSFF (Be Set Free Fast) von: Dr. Larry Nims indem man einmalig seinem Unterbewusstseins mittels eines vorgegebenen Textes und Codeswortes Vorgaben gibt, wie es zukünftig arbeiten soll, Danach aktiviert das Codewort
  • Visualisieren, dein Warum finden
  • Hypnose
  • Klopftechniken

Was wäre, wenn dein Mutter sein leicht ginge?

Stell dir vor, du könntest alle deine hinderlichen Glaubenssätze erkennen und auflösen. Was wäre dann alles für dich möglich? Wie würdest du dich selbst in deiner Mutterrolle sehen? Du hast die Wahl, den ersten Schritt in die richtige Richtung zu tun.

Ich will nicht, dass du dein Hamsterrad noch schneller drehen lassen sollst, sondern ein Leben nach deinen Vorstellungen leben kannst. Ich wünsche dir, dass du dich mit deinen Gedanken auseinander setzen kannst und somit den Weg bereitest für ein friedvolles und harmonischeres Leben in deinem Familienalltag. Mir hat die Arbeit damit schon viel geholfen und Veränderung gebracht. Ja, auch für mich ist es immer noch ein Weg, aber ich werde ihn für mich gehen. Und für meine Kinder.

Wie gehst du mit Glaubenssätzen um und was ist dein größtes Hindernis? Hinterlass mir einen Kommentar und teile deine Ansicht mit mir.

Herzlichst, Claudia


Marienkäfer gleich Glückskäfer
Glückskäfer

Muss ich ein schlechtes Gewissen haben?

Heute möchte ich ein kurzes Video von Kristin Kuzmic mit dir teilen, welches mich sehr begeistert hat und ehrlich ist. Denn wir müssen nicht jeden Tag glücklich und fröhlich sein, den Tag mit unseren Kinder zu verbringen. Das bedeutet nicht, dass wir nicht stolz darauf sind ihre Mutter zu sein und sie nicht lieben. Es heißt nur, dass wir menschlich sind und nicht übermäßige Ressourcen haben.


Du und ich können dazu eine wichtige Entscheidung treffen: Wie schaffe ich es, meine Energieressourcen und meinen Platz in der Familie so zu finden und zu gestalten, dass ich so oft wie möglich die gemeinsame Zeit genießen kann? Wie kann ich mein Umfeld zu einer Ja-Umgebung kreieren, die für mich, mein Leben, meine Kinder und meinen Partner passt? Und für all die anderen Situationen einfach anzunehmen was ist.

Was denkst du darüber? Gibt es Situationen, in denen dich das Muttersein anstrengt? Oder kannst du jede Minute genießen?

Alles Liebe, Claudia


Zwei Herzen in meiner Brust

Heute habe ich einen sehr persönlichen Artikel geschrieben. Es kostete mich etwas Überwindung, aber es war mir ein Anliegen dies zu schreiben.

Zwei Herzen

Manchmal habe ich das Gefühl, dass viele Herzen in meiner Brust schlagen. Eins für mich, eins für die Kinder, eins für meinen Partner, für meine Familie, meine Freunde, Kollegen…. das ließe sich unendlich fortführen. Doch an manchen Tagen habe ich zwei sehr starke Ausprägungen – ich empfinde es als ZWEI HERZEN, die in meiner Brust schlagen.

EINS schlägt ganz selbstverständlich für meine KINDER.

EINS schlägt für meine ganz persönliche FREIHEIT. Meine Unabhängigkeit. Der Wunsch Neues zu erleben, die Welt zu entdecken und auf Reisen viele tolle Menschen kennen zu lernen, ist ziemlich mächtig.

Quelle: Ylanite Koppens/pexels.com

Und dann denke ich, wie kann das überhaupt zusammen passen? Widerspricht sich das nicht? Wie kann ich mit Kindern frei sein? Wie kann ich mich unabhängig fühlen von der ganzen Verantwortung, die Kinder mit sich bringen? Ich MUSS doch zuhause sein. Ich MUSS doch immer für meine Kinder verfügbar sein und ihnen meine Liebe schenken.

An manchen Tagen bin ich darüber schon schier verzweifelt. War unzufrieden. Habe mit meinen Kindern, meinem Partner geschimpft. Über die Umstände, über die fehlende Wertschätzung, über die Ungerechtigkeit, die Unzufriedenheit. Ich war neidisch auf meine kinderlosen Freunde, die die Welt entdecken konnten oder eine teurere Anschaffung machen konnten. Ich habe mich sehr benachteiligt gefühlt. Das war es dann mit ‚Liebe schenken‘. Wie ein Kreislauf wurde es dann nur schlimmer.

Meine Entscheidung

Doch es steckte nur in mir. Es war und ist MEIN innerer Antrieb, MEIN Freiheitsdrang. Meine Kinder und auch mein Partner oder mein Job oder das Wetter sind nicht dafür verantwortlich wie ich mich fühle oder wie ich mit meinem Wunsch nach Selbstverwirklichung umgehe.

Marshall Rosenberg hat darüber schon sehr viele interessante und aufschlussreiche Gedanken im Rahmen der gewaltfreien Kommunikation verfasst.

Niemand tut etwas gegen dich, sondern immer nur für sich.

M. Rosenberg

Ich kann mich immer entscheiden. Wie ich mein Leben leben will und vor allem: Wie ich darüber DENKE. Denn nur weil ich denke: „Das Leben ist ungerecht und alle sind gegen mich“, stimmt das noch lange nicht. Ich erschaffe es mir selbst.

Ich habe einige Zeit gebraucht, das zu verstehen und damit umzugehen. Und ja, manchmal hadere ich immer noch. Und schimpfe über die Welt und wie ungerecht doch alles ist. Doch ich weiß mittlerweile zum Glück wie ich da wieder heraus kommen kann. Und meine Zeit nicht mehr ewig verschwende.

Quelle: Pixabay/pexels.com

Meine Bedürfnisse

Es sind unerfüllte Bedürfnisse, die in mir brodeln und nicht beachtet worden sind. Ich alleine bin in der Verantwortung mir diese zu erfüllen. Sie anzunehmen und anzuschauen. Zu überlegen, wie ich sie mir erfüllen kann. Und ich denke, damit bin ich nicht alleine.

Wie oft höre ich: „Mein Partner nimmt mich nicht ernst.“, „Ich muss alles alleine machen.“, „Meine Kinder hören mir nicht zu.“, „Ich schaffe das alles nicht.“, „Ich bin der Diener für alle im Haus.“, „Nie habe ich Zeit für mich.“, „Ich will unabhängig sein. Es wird mir alles zuviel.“

Das sind alles Anzeichen, dass ein Bedürfnis nicht erfüllt ist. Und ich glaube, es ist vor allem die Wertschätzung und Selbstbestimmung, die fehlt. Und besonders im Familienalltag, wo Mütter die tragende Rolle einnehmen und sich fast immer ganz hinten einordnen, fallen diese Punkte weg.

Entscheidend ist, welche Geschichten ich mir selbst erzähle. Wie möchte ich mein Leben leben? Ich habe immer die Wahl.

Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst, sie liegt in unserem Herzen.

Fjodor M. Dostojewski

Ich – Du – Wir sind in der Eigenverantwortung uns um die Erfüllung dieser Bedürfnisse zu kümmern. Dann lassen sich auch zwei in sehr verschiedene Richtungen schlagende Herzen wunderbar miteinander kombinieren.

So gelingt es mir, wenn ich mir meine 5 Minuten Auszeit nehme, dort gedanklich auf Reisen zu gehen. An meinen ganz persönlichen Wohlfühlort, wo ich unabhängig und frei bin. Mal unterstützt mit guter Musik, mal ohne. Mal mithilfe von Meditation, mal ohne. Dort kann ich alles ausleben wie ich es will und niemand hindert mich. Die Visualisierung ist so stark, als würde ich wirklich dort sein. Es ist ähnlich der Vorfreude. Die Freude im Vorfeld, wenn ich weiß, ich fahre an einen wunderschönen Ort in Urlaub. Dann bin ich vorher auch schon gedanklich dort.

Diese 5 Minuten schenken mir mehr Kraft als wenn ich mich nur über „die ungerechte Welt“ ärgere. Wenn ich mich bewusst dafür entscheide.

Wie geht es dir? Hast auch du manchmal das Gefühl, dass sich deine Herzen nicht miteinander kombinieren lassen? Fühlst du dich auch manchmal allein und wärst gern unabhängig? Hinterlass mir gern einen Kommentar. Ich bin auf deine Ansichten gespannt.

Alles Liebe, Claudia

Quelle: pixabay/pexels.com

Wenn du deinen persönlichen Weg gemeinsam mit mir entdecken willst, kannst du dich bei mir für ein kostenfreies Glücksgespräch melden.

Oder komm in meine Facebookgruppe: Glückskäfermamas

Danke Mama!

Ein Liebesbrief.

Liebe Mama,

Du bist immer für mich da.

Egal ob es Tag ist oder Nacht.

Egal ob ich grad fröhlich oder wütend bin. Egal ob du mich in den Armen hältst, weil ich kuscheln oder nachts nicht alleine sein will.

Egal ob ich 2 Jahre, 6 Jahre, 16 Jahre, 25 Jahre, 35 Jahre alt oder noch älter bin – DU bist immer da.

Du freust dich. Du sorgst dich. Du lachst mit mir. Du weinst mit mir. Du spielst mit mir. Du zankst dich mit mir.

Du hast manchmal ein schlechtes Gewissen und versteckst dich dann zum Weinen, weil du nicht mehr kannst. Du möchtest nur das Beste für mich und gibst mir soviel von deiner Energie und Zeit. Du willst jeden Tag die beste Mama sein, die du kannst. Du bist traurig, wütend und zweifelst, weil du glaubst, dass du es nicht schaffst. Du schimpfst mit dir.

Doch liebe Mama, du bist genauso wundervoll wie du es zu mir immer sagst.

Du bist wertvoll und einzigartig.

Du gibst jeden Tag dein Bestes, um in dem Strudel des Alltags nicht unter zu gehen.

Du lachst mit mir. Du singst und tanzt mit mir. Du spielst und rennst und malst und tobst mit mir.

Du hältst mich in meinen Armen, wenn meine Gefühle so stark sind, dass ich es kaum aushalte. Du freust dich mit mir, wenn ich etwas Neues gelernt hab. Du lachst über meine Späße und machst Quatsch mit mir.

Du glaubst an mich.

Und du liebst mich.

Liebe Mama, dafür bin ich dir unendlich dankbar.

Ich weiß, du willst perfekt sein und kannst es nicht sein. Für mich bist du die BESTE MAMA DER WELT. Du bist wundervoll.

DANKE für all deine Liebe, die du mir zu jeder Zeit bedingunglos schenkst.

DANKE für all deine Energie, die du investierst. Du bekommst alles wieder zurück.

DANKE für deine Gefühle. Du bist mein Vorbild und du hilfst mir alle Facetten der Gefühle zu spüren, zu leben und anzunehmen. Du begleitest mich dabei. Erlaube auch du dir alle Gefühle zu leben.

DANKE für deine Geduld, dass ich selbst lernen und mich ausprobieren darf. Auch wenn es dich manchmal anstrengt, es hilft mir in meiner Eigen- und Selbständigkeit.

DANKE für all die kleinen und großen Herausforderungen in unserem Leben. Wir nehmen uns beide an die Hand, finden gemeinsam eine für uns beide sinnvolle Lösung und bringen uns gegenseitig zu innerem Wachstum.

DANKE für dein bloßes Sein und das Wertschätzen der Unversehrtheit meines Körpers und meines Lebens. Wir sind beide wertvoll, genau so wie wir sind. Das Leben ist voller Fülle und wir sind ein Teil davon.

DANKE für all deine Hingabe, deine Liebe, deine Freude, deine Verzweiflung, deine Ängste, deinen Kummer. Einfach für all das, was uns ausmacht: das LEBEN.

Ich hab dich lieb Mama.

Sei nicht so streng zu dir. Du machst es wundervoll und gibst jeden neuen Tag ein Stückchen mehr.

Wenn du an dich glaubst, dass du alles mit Leichtigkeit erreichen kannst, so wie du es dir vorstellst, dann kann ich das auch.

Danke für unsere wundervolle Verbindung. Ich hab dich lieb.

 

Eine wunderschöne gemeinsame Zeit für euch, du wertvolle Glüclskäfermama.

Herzlichst Claudia

Die Welt erobern

Welche Entscheidung soll ich treffen?

Über die Qual der Wahl

An dem heutigen wunderschönen Sonntag haben wir gemeinsam als Familie beschlossen, mal wieder einen Ausflug zu machen. Der große Glückskäfer wollte endlich wieder in den Tierpark, Tiere beobachten und mit der kleinen Bimmelbahn dort fahren.

Das Wetter war herrlich – der Himmel leuchtend blau, die Sonne strahlte in voller Pracht – wieso also nicht? Gesagt, getan. Sachen gepackt und ab ins Auto.

Nach einigen schönen Stunden im Tierpark mit vielen anderen Menschen, waren die kleinen Glückskäfer platt. Wir fuhren nach dem Mittagessen nach Hause. Und was passierte? Beide Kinder schliefen im Auto ein. Und das obwohl der Große schon lange keinen Mittagsschlaf mehr macht. So hatten wir eine entspannte und ruhige 20 minütige Rückfahrt.

Als wir dann auf dem für uns gewohnten Parkplatz standen, schliefen die Kids immer noch. Tja, was nun? Wir standen vor einer schwerwiegenden Entscheidung. Die Eltern von kleinen Kindern werden es sofort verstehen: Wecken – ja oder nein?

Wir hatten verschiedene Optionen zur Auswahl:

  1. Kinder wecken – Raus aus dem Auto. Nörgelnde und unzufriedene Kinder in Kauf nehmen in der Hoffnung, dass sie abends zur üblichen Zeit ins Bett gehen
  2. Kinder noch 5 Minuten schlafen lassen – in Ruhe Mails oder Whatsapp im Auto checken. Hoffen, dass die Kids allein aufwachen, sonst wecken, damit es abends nicht so spät ins Bett geht
  3. Kinder selbstbestimmt schlafen lassen solang sie wollen – Ärger und Frust zum Ausdruck bringen, dass wir im Auto festhängen und heute Abend keine Zeit für uns zu Zweit bleibt
  4. Kinder selbstbestimmt schlafen lassen – Zeit für eine kurze Meditation in der Sonne nutzen und Energie tanken, Gedanken an den Abend vorbei ziehen lassen
  5. Kinder selbstbestimmt schlafen lassen – auch ein kurzes Nickerchen machen und für den späten, wahrscheinlich längeren Abend fit sein
  6. …es gibt bestimmt noch viel mehr Möglichkeiten..

Tja, wir standen also vor der Qual der Wahl und mussten eine Entscheidung treffen, die entscheidend für den Verlauf des restlichen Tages sein würde. Das war nicht einfach.

Wie hättest du dich entschieden?

Als Mütter und auch Väter stehen wir jeden Tag vor vielen unzähligen kleinen wie großen Entscheidungen, die wir treffen müssen. Und dies wollen wir immer perfekt erledigen. Mit allen Auswirkungen abgewägt, Pro und Contra Liste erstellt, die eigenen Werte gecheckt. Das es gar nicht möglich ist, alles perfekt zu entscheiden, vergessen wir dabei viel zu schnell. Also:

Nimm dir den Druck, perfekt sein zu können. Du kannst und du bist es nicht.

Wie oft bist du dabei wirklich im Hier und Jetzt und nimmst die Situation so an wie sie ist? Mir persönlich fällt es oft noch schwer. Aber ich übe jeden Tag. Mal gelingt es besser, mal schlechter. Ich möchte auch dich dazu ermutigen; nicht immer alles abzuwägen, sondern auch mal den Moment zu genießen. Entscheide dich bewusst dafür.

Jede der oben genannten Entscheidungsoptionen hätte ich wählen können. Und ja, sie wäre sehr wahrscheinlich je nach Tagesform und Laune anders ausgefallen. Doch wir haben immer die Wahl. Wenn wir uns Zeit nehmen und in uns hinein spüren, was wir in diesem Moment wirklich brauchen. Ohne von einem Gedanken zum nächsten zu hetzen und sich die schlimmsten Horrorszenarien auszudenken.

Kinder tun dies den ganzen Tag. Sie leben den Moment. Deshalb fallen ihnen auch oftmals die Übergänge schwer. Und Planen können sie auch nicht. Dafür haben sie uns Erwachsene.

Das bedeutet jetzt nicht: Leb ständig im Moment und vergiss alles andere. Sondern: Lass dich ab und an von deinen Kindern leiten und versuch in manchen Situationen, die Dinge anzunehmen wie sie sind. Und kein Drama draus zu machen. Fang im Kleinen an.

Alles Liebe

Claudia

PS: Wir haben uns für die vierte Lösung entschieden. Und diese kurze MeTime war goldwert. Und der Große war tatsächlich erst später im Bett 😉

Jammerst du noch oder relaxt du schon?

Die Glückszeit. Für dich. Für dein Kind.

Entspannung. Auf einer Insel im Pazifik mit kühlen Drinks, Sonnenschein und ganz viel Ruhe. Purer Luxus und nur Verwöhnen. Erlebst du das auch täglich?

Nein? Gut, dann geht’s dir genauso wie mir. Stattdessen verbringe ich momentan viel Zeit damit unsere Wohnung vor dem größten Chaos zu bewahren, Essen zu kochen, die Kinder zu betreuen, die Wäsche zu waschen und mich selbst noch etwas fortzubilden. An manchen Tagen fall ich abends in Bett und frage mich, wo bin ich denn heute eigentlich geblieben? Hab ich eine Pause für mich gehabt?

Doch was heißt eigentlich Pause?

Pau·se:
kürzere Unterbrechung einer Tätigkeit, die der Erholung, Regenerierung o. Ä. dienen soll

Eine kürzere Unterbrechung? Genau das. Doch oftmals schwebt in unseren Köpfen ein bestimmtes Bild von Pause: Am liebsten auf der Couch sitzend, ungestört und voller Ruhe – am besten ne Stunde lang.

Mit Kindern ist so eine Zeitspanne undenkbar. Aber auch nicht notwendig. Denn laut Definition reicht schon eine kurze Auszeit. Wenn wir sie auch als solche bewusst wahrnehmen. Mir persönlich passiert es ganz oft, dass ich in Gedanken schon die nächsten Schritte, die nächsten Erledigungen plane anstatt mich auf den Moment zu konzentrieren.

Was kann ich also tun?

Den Moment wahrnehmen und mit allen Sinnen erfahren. Um das zu üben, stell dir einen Wecker. Auf fünf oder 10 Minuten.

Quelle: pexels.com

Setz dich dann hin. Oder bleib stehen. Lauf umher. Leg dich hin. Es ist ganz gleich und unbedeutend. Trink eine Tasse Kaffee oder Tee. Iss ein Stück Schokolade. Schau dir ein scjönes Bild oder ein Foto an. Streichel deine Katze oder nimm einen Igelball in die Hände. Hör deine Lieblingsmusik. Tanz. Sing. Genieß die Stille. Atme.

Ganz egal was du tust. Sei bewusst mit deiner Aufmerksamkeit auf die Sache konzentriert.

Ein Beispiel mit Tee: Fühl die Wärme, riech den Duft, betrachte die Farbe, schmecke das Aroma, hör das Wasser beim Aufgießen. Nimm bewusst den ersten Schluck.

Und ich weiß aus eigener Erfahrung, welche Herausforderung es mit kleinen Kindern ist, den eigenen Tee noch warm zu trinken.

Quelle: pexels.com

Doch wenn du einen Tee trinken willst, dann tu es bewusst. Wenigstens einmal am Tag. Und du wirst merken, dass die restlichen Dinge auf deiner To Do Liste 5 Minuten warten können. Und auch ein kleines Kind kann mithilfe einer Sanduhr oder eines Weckers gezielt verstehen, jetzt ist Mama’s Glückszeit und du bist im Bereich Selbstfürsorge ein großes Vorbild.

Wenn du etwas geübter bist, kannst du diese kleinen Momente immer wieder und überall nutzen. Wenn dein Kind versonnen im Garten einen Käfer beobachtet, wenn es in ein Spiel vertieft ist oder ihr gemeinsam einen Kuchen backt. Sei wachsam wie ein neutraler Beobachter und versuch mit verschiedenen Sinnen wahrzunehmen. Was hörst du? Was siehst du? Was riechst du? Was fühlst du? Was schmeckst du?

Was wirst du heute noch in deiner Glückszeit machen und bewusst genießen?

Herzlichst deine Claudia

Quelle: pexels.com

…Beim nächsten Mal erzähl ich dir dann mehr über die Glückszeit deines Kindes.

Glückszeit für dein Kind

Oder wie ihr Zwei eine schöne Zeit miteinander habt

Nachdem ich dir schon erzählt habe, wie du deine Glückszeit mithilfe einer Sanduhr und mehr Bewusstsein in deinen Tag integrieren kannst, möchte ich mit dir heute diese Idee auf dein Kind übertragen.

Natürlich wird dein Kind nicht sagen: „Mama; ich brauch jetzt 5 Minuten in denen ich in Ruhe meinen Tee trinken kann.“ Aber auch dein Kind benötigt etwas bestimmtes um seine Energiespeicher aufzufüllen:

Deine Zeit und volle Aufmerksamkeit.

Und genauso meine ich das auch. Denn ich gehe davon aus, dass du viel Zeit mit deinem Kind verbringst – aber was tust du noch nebenbei? Bist du vollends mit deiner Tätigkeit und deinen Gedanken bei deinem Kind? Oder planst du in Gedanken den nächsten Einkauf, das Abendessen, welche Wäsche du noch in die Waschmaschine stecken oder aufhängen musst? Schaust du auf dein Smartphone oder schreibst du ’nur mal eben schnell‘ noch eine Nachricht? Checkst noch deine Emails?

Versteh mich nicht falsch – all dies ist völlig in Ordnung. Dein Leben soll und muss sich nicht in jeder Minute um dein Kind drehen. Wir alle haben Verpflichtungen oder wollen bestimmte Dinge erledigen. Doch darum geht es auch nicht. Sondern darum, deinem Kind deine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Es spürt ziemlich deutlich ob du bei der Sache bist oder nicht.

Wie also kann es gehen?

Quelle:pexels.com

Nutze auch hier symbolisch die Sanduhr. Oder stelle einen Wecker. Dann kündige deinem Kind an, dass du nun 15 Minuten (oder mehr oder weniger) nur mit deinem Kind nach seinen Vorstellungen spielst und seine Glückszeit beginnt. Lass dich von deinem Kind führen und tauche ein in eine neue Welt. Versuche all die anderen Gedanken wie „Ich muss … noch tun/erledigen“ aus deinem Kopf zu streichen und ganz bei deinem Kind zu sein. Dein Kind wird dich spüren und dankbar sein. Versuche dabei Geschehnisse nicht zu hinterfragen und das Wort Nein möglichst zu vermeiden.

Klingelt der Wecker oder ist die Sanduhr durchgelaufen, beende mit deinen Worten diese Zeit und kündige einen neuen Termin dafür an. Wenn du wahrhaftig bei deinem Kind war, hat es seinen Energiespeicher aufgefüllt und kann ein paar Minuten für sich spielen. Dann kannst du dich anderen Dingen widmen. Deinem Tee zum Beispiel.

Am Besten wiederholst du die Glückszeit regelmäßig .

Es wird eure Beziehung stärken. Du lernst durch dein Kind mehr im Hier und Jetzt zu sein. Es füllt Energiespeicher auf. Du verstehst dein Kind besser. Du tauchst in seine Gedankenwelt ab.

Die Glückszeit kann selbstverständlich auch einen anderen Namen bekommen, wenn du magst. Und die zeitlichen Abstände können variieren. Wie es für euch gut passt.

Wenn du jetzt denkst, mit einem Kind ok; aber mit zwei oder mehreren Kindern geht das nicht. Das stimmt je nach Alter deiner Kinder – zumindest nicht allein. Dann such dir Unterstützung: dein Mann, die Oma, die Nachbarin passt in der Zeit auf das andere Kind auf und dann wird gewechselt.

Denn alle Kinder wollen exklusive Glückszeit mit Mama oder Papa.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und ganz viele neue Erkenntnisse. Was hast du bei dir und deinem Kind festgestellt?

Herzlichst,

Claudia

Quelle:pexels.com

Ich bin eine schlechte Mutter..

Ein Plädoyer für das Unperfekte

Es ist mal wieder einer dieser Tage – die Wäscheberge bilden eine Front, das Geschirr stapelt sich, die Spülmaschine will ausgeräumt werden, der Müll quillt über, das Spielzeug liegt in der ganzen Wohnung verteilt und die Kinder wollen nicht zusammen, aber auch nicht allein sein. Es herrscht Ausnahmezustand und bei dem Versuch als Mutter allein auf die Toilette gehen zu wollen, ertönt lauter Widerstand.

Kennst du solche Momente? – Ich schon. Und am liebsten würde ich entweder ganz laut brüllen, angesichts der Überforderung weinen oder mich im tiefsten Loch verstecken. Und dann kommt aus den Tiefen meiner Seele eine Stimme empor, die da heißt:

Selbstzweifel. Der innere Kritiker.

„Was, du hast noch nicht aufgeräumt, gewaschen, gebügelt, geputzt und den Müll weggeräumt? Das Essen hast du noch nicht gekocht? Die Windeln sind noch nicht gewechselt? Wie willst du das nur alles schaffen? Also als Hausfrau taugst du nichts. Du bist nicht gut genug.

Du hast noch nicht für deine Kinder gesungen, ihnen nichts vorgelesen und ausreichend gespielt? Wo sind die pädagogischen Spiele? Hast du noch keine frühfördernden Maßnahmen ergriffen? Was bist du nur für eine schlechte Mutter.

Und wie siehst du überhaupt aus? Voller Flecken vom Mittagsbrei, die Haare ungekämmt, nicht geschminkt und unrasiert. Wie soll dich da dein Partner gut finden? Du kannst dich doch nicht so gehen lassen. Du bist zu dick. Zu dünn. Zu klein. Zu groß. Du bist es nicht wert, dass du geliebt wirst.

Du schaffst es nicht noch deinem Lieblingsjob nach zu gehen und die Karriereleiter zu erklimmen? Was, du bleibst zuhause? Du Glucke. Kannst wohl nicht los lassen. Du bist zu schlecht und nicht gut genug, dich neben deinen Kindern zu entwickeln und in deinem Traumberuf Erfüllung zu finden.

Was; du gehst doch arbeiten? Du Rabenmutter. Du kannst dich nicht alleine um deine Kinder kümmern? Die Begleitung von Kindern ist doch so einfach und erfüllend. Du denkst auch immer nur an dich. Du bist keine gute Mutter. Und den Job kannst du in Teilzeit sowieso nicht gut machen. Alle anderen schaffen viel mehr als du. Und ständig musst du zuhause bleiben, wenn die Kinder krank sind. Das bedeutet für die Anderen nur eine Mehrbelastung. Du bist so egoistisch.

Denkest darüber nach, mal eine Auszeit zu nehmen? Nur für dich? Unmöglich.

Inge vom Pekip schafft es doch auch alles mit Leichtigkeit. Andrea rastet gegenüber ihren Kindern nie aus. Sonja sieht immer perfekt aus. Und du?

Du bist nicht gut genug.

Du schaffst es nicht.

Du bist es nicht wert.“

Quelle: pexels.com

Halt! Bitte stoppt diesen Wahnsinn.

Es macht mich traurig.

Jeden Tag zerfleischen Mütter sich selbst, weil sie das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein und den Ansprüchen der Gesellschaft und ihren eigenen nicht zu genügen.

Du und ich, wir plagen uns mit Gedanken, warum wir nicht unseren Idealen entsprechen und nicht 250% geben können. Warum hat der Tag nicht 48 Stunden, damit wir noch weniger schaffen?

Es ist Zeit damit endlich aufzuhören!

Hör auf, alles PERFEKT machen zu wollen.

Hör auf, die PERFEKTE Mutter sein zu wollen.

Hör auf, die PERFEKTE Parterin sein zu wollen.

Hör auf, die PERFEKTE Hausfrau sein zu wollen.

Hör auf, die PERFEKTE Business Frau sein zu wollen.

Hör auf, die PERFEKTE Liebhaberin sein zu wollen.

Hör auf, die PERFEKTE Tochter und Schwiegertochter sein zu wollen.

Hör auf, die PERFEKTE Nachbarin sein zu wollen.

Hör auf, die PERFEKTE Köchin sein zu wollen.

Hör auf, die Person sein zu wollen, die PERFEKT mit ihren Emotionen umgehen kann.

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen lassen.

Du weißt, was ich meine. Ganz besonders in dieser Generation habe ich den Eindruck, dass wir die alten Wunden und Verletzungen der vorherigen Generationen in uns tragen. Deshalb wollen wir eine neue Richtung einschlagen und bedürfnisorientierter mit unseren Kindern umgehen. Ich selbst gehe so mit meinen Kindern um. Ich bin froh, dass wir mit unseren Kindern auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt umgehen wollen.

Doch es fehlen uns oftmals die Vorbilder, an denen wir uns orientieren können. Also bürden wir uns mehr Veränderung, mehr Vergleiche, mehr Perfektionismus auf. Doch es bringt nichts, außer das wir uns selbst zerstören.

Es gibt nicht die PERFEKTE Familie.

Hör auf dich zu vergleichen und so sein zu wollen wie die anderen. Wer sind überhaupt, die ‚Anderen‘?

Ich möchte dich an dieser Stelle ermutigen, aus dem Kreislauf auszubrechen und einen Weg einzuschlagen, der zu dir und deiner Familie passt.

Geht euren individuellen und einzigartigen Weg.

Wenn du Ideen brauchst, dann lies ein Buch oder informier dich im Internet. Wenn du Unterstützung brauchst, such dir einen Coach oder eine Gruppe, in der du dich aufgehoben fühlst und du so sein kannst, wie du bist. Wenn du Hilfe brauchst, such dir einen Therapeuten oder eine Putzfrau. Egal was, lass die Leute reden und fang an dir selbst zu vertrauen. Mit all deinen Stärken und Schwächen.

Sei UNPERFEKT.

Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwer das ist. Aber du hast jeden Tag eine neue Chance etwas zu verändern und dazu zu lernen.

Vergib dir selbst und lad dich selbst immer wieder ein. Dann wirst du wachsen und zu mehr Leichtigkeit kommen.

Und denk daran, Kinder können nur zufriedene Glückskäfer sein, wenn ihre Mütter es auch sind.

Alles Liebe,

Claudia

Quelle: pexels.com

Mein Kind ist nicht so schnell wie alle anderen..

Oder etwa doch?

Kennst du solche Tage, an denen du alte Bekannte triffst oder Leute, die man einfach nicht so oft sieht? Voller Vorfreude und Begeisterung freust du dich auf das Treffen, welches ihr vielleicht geplant habt oder ihr seid euch spontan begegnet und habt etwas Zeit euch auszutauschen. Nach dem üblichen Smalltalk und Geplänkel kommt ihr dann auf eure Kinder zu sprechen.

Und was hörst du dann? Kind X kann je nach Alter schon krabbeln, laufen, alleine essen oder alleine auf’s Töpfchen gehen, ist pflegeleicht, geht gern in den Kindergarten oder in die Schule, ist voller Begeisterung und hilft gern im Haushalt, sagt brav ‚Bitte‘ und ‚Danke‘ und schläft selbstverständlich friedlich allein in seinem Bett.

Und was denkst du? Tja, mein Kind schläft noch mit in meinem Bett oder bewegt sich noch nicht alleine fort, mein Kind will noch gestillt werden oder hasst Brei, mein Kind trägt noch eine Windel oder tobt und ist wild und will nicht zu fremden Leuten auf den Arm. Was auch immer.

Oder es sind noch kinderlose Personen, die dir ungefragt Erziehungstipps geben und dir von Kindern aus ihrem Umfeld erzählen, was die alles schon können.

Egal was, alle diese Menschen schaffen es doch immer wieder, dass wir Gedanken entwickeln wie a) mein Kind entwickelt sich nicht schnell genug, b) das ist meine Schuld und c) ich fördere mein Kind nicht genug.

Und jetzt Stop. Das ist alles hausgemachter Blödsinn.

Dein Kind ist gut so wie es ist!

Und du auch!

Quelle: pexels.com

Keine Person darf sich ein Urteil darüber erlauben wie ihr seid und wo ihr gerade steht. Kinder entwickeln sich völlig unterschiedlich und jedes bringt seine ganz persönlichen Gaben mit. Und wir Mütter, du und ich, wir entwickeln uns genauso. Jeden Tag wachsen wir mit unseren Kindern und dürfen neue Dinge lernen. Es gibt da kein Richtig oder Falsch.

Ich schreibe diesen Artikel, weil es mir enorm wichtig ist, dass wir auf die Meinung anderer einen Sch**ß geben sollten.

Hör auf dich mit anderen Müttern oder dein Kind mit anderen Kindern zu vergleichen.

Es bringt nix. Außer Frust.

Du und dein Kind – ihr seid einzigartig. Als Individuum und in eurer Beziehung.

Leider passiert es auch in den Kleinkindkursen sehr sehr oft, dass wir uns mit anderen Müttern oder unsere Kinder vergleichen. Warum tun wir uns das an?

Lass es bleiben. Ich lass es auch.

Ich finde, wir sollten untereinander solidarischer sein und uns Mut zu sprechen anstatt zu prahlen, was mein Kind schon alles kann.

Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwer das ist. Als mein Großer sich zu Beginn nicht so meinen Erwartungen gerecht verhielt, verglich ich ihn enorm mit anderen Kindern in seinem Alter. Er war nicht das fröhliche, alle anlächelnde und auf jedem Arm sein wollende Kind. Er hasste den Kinderwagen. Er schlief nicht alleine und nicht durch. Ich habe mir viele Gedanken gemacht und eines Tages beschloss ich:

Mein Kind muss gar nichts.

Es darf einfach so sein wie es ist. Und es ist wundervoll und einzigartig wie es ist. Und diesen Glaubenssatz verfolge ich bis heute.

Also, unterbrich deine negativen Gedanken und erfreue dich an deinem Kind. Jedes Kind will und wird sich schon aus evolutionsbiologischer Sicht entwickeln.

Vertrau deinem Kind und sei die Stütze, die es zum Wachsen braucht.

Alles Liebe,

Claudia

Quelle: pexels.com